| Eisenglocken | |
| 1837 | Lauchhammer, ehemalige Werksglocke, Eisen Ø 650 mm im Kunstgussmuseum Lauchhammer |
| 1839 | Gröden bei Elsterwerda, Eisen Ø 650 mm, stammt aus Kostebrau, Ortsteil von Lauchhammer |
| Bronzeglocken | |
| 1852 | Schwarzheide, Lutherkirche, Ø 510 mm, Ton g, 76 kg, älteste Bronzeglocke aus Lauchhammer |
| 1856 | Groß-Bahren bei Finsterwalde, Ø 510 mm, Ton g, 75 kg, kleine Glocke des Zweiergeläutes, die größere 1917 eingeschmolzen |
| 1921 | Buckau bei Herzberg, Ø 700 mm, Ton des, aus Beyern bei Falkenberg/Elster |
| 1923 | Friedersdorf bei Doberlug/Kirchhain, Ø 720 mm, Ton c, aus Ahrenshain |
| 1924 | Heuersdorf bei Borna, Ø 650 mm, Ton d - Die Glocke wurde mit der Emmauskirche 2008 nach Borna umgesetzt. Bad Freienwalde, St. Nicolai, Ø 1010 mm, Ton g Lauta, Kreis Kamenz, katholische Kirche, Ø 600 mm, Ton e |
| 1925 | Lobas bei Zeitz, Ø 580 mm, Ton e Kostebrau (Ortsteil von Lauchhammer), Ø 670 mm, Ton d Frankfurt/Oder, Lutherstift, Ø 610 mm, Ton es Reinsberg bei Freiberg, Ø 860 mm, Ton b Losse/Altmark, 2 Glocken, Ø 760 und 620 mm, Töne c und es Reinsberg/Mark, Ø 760 mm, Ton c Waren/Müritz, St. Georgen, Ø 970 mm, Ton as Sabrodt bei Hoyerswerda, Ø 660 mm, Ton d Klein-Partwitz bei Hoyerswerda, Ø 660 mm, Ton d Münchhausen bei Finsterwalde, Ø 750 mm, Ton c Friedrichslohra bei Nordhausen, Ø 770 mm, Ton c Baruth/Mark, Ø 880 mm, Ton a |
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| 1926 | Hamburg-Bergedorf, Ø 1020 mm, Ton g Taucha bei Leipzig, 2 Glocken, Ø 1300 und 910 mm, Töne d und a Grassau/Altmark, Ø 1080 mm, Ton fis Lauchhammer-Süd, Friedhof, Ø 720 mm, Ton c Meuschau bei Merseburg, Ø 630 mm, Ton es Jamlitz bei Beeskow / Brandenburg, Ø 480 mm, Ton as |
| 1927 | Wyhra bei Borna, 2 Glocken, Ø 800 und 680 mm, Töne h und d Gröditz, Stadtkirche, Ø 850 mm, Ton b Kremkau /Altmark, Ø 1020 mm, Ton g Oppelhain bei Finsterwalde, Ø 760 mm, Ton c |
| 1929 | Berlin, Dom, Ø 1670 mm, Ton h, ca. 3000 kg, größte noch vorhandene in Lauchhammer gegossene Bronzeglocke Hörlitz bei Senftenberg, Heilandskirche, Ø 660 mm, Ton d |
| 1931 | Berlin, Technische Universität Charlottenburg, 2 Glocken Ø 760 und 620 mm, Töne c und es Premsendorf bei Jessen/Elster, Ø 770 mm, Ton c Hörlitz bei Senftenberg, katholische Kirche, Ø 760 mm, Ton c |
| 1933 | Schipkau bei Senftenberg, Friedhof, Ø 630 mm Ton es |
| 1934 | Bluno bei Hoyerswerda, Ø 600 mm, Ton |
| 1935 | Grünewalde (Ortsteil von Lauchhammer), Ø 540 mm, Ton f Schwarzheide-Ost, Ø 670 mm, Ton d Rheinfelden / Schweizer Grenze, Ø 1140 mm, Ton f, Restglocke des dreistimmigen Geläutes h-d-f, das auf einer Schallplatte konserviert wurde und aus Anlass des Neubeginns des Glockengusses 1994 auf CD überspielt wurde |
| 1936 | Lauchhammer-Ost, katholische Kirche, Ø 780 mm, Ton c, Restglocke eines dreistimmigen Geläutes aus Lauchhammer-Mitte (Bockwitz). Die Glocke hing zeitweilig in der inzwischen aufgegebenen Kirche "Königin des Friedens" in Lauchhammer. Hermsdorf bei Senftenberg, Ø 680 mm, Ton cis Lichterfeld bei Finsterwalde, Ø 630 mm, Ton e |
| 1937 | Hörlitz bei Senftenberg, katholische Kirche, Ø 760 mm, Ton c |
| 1939 | Halle, Diakonisches Werk, Ø 850 mm, Ton b, Restglocke eines Zweiergeläutes, letzte vorhandene Glocke vor der 55-jährigen Gießpause bis zum Jahre 1994 |
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Von 1920 bis 1926 wurden in einem Zweigwerk der Linke-Hoffmann-Lauchhammer AG in Torgau Stahlglocken gegossen. Im Gegensatz zu anderen Anbietern, die ihre Eisenhartgussglocken als Stahlguss oder sogar Klangstahlglocken bezeichneten, wurde in Torgau Stahl vergossen. Vor einigen Jahren in Eisenhüttenstadt durchgeführte Untersuchungen haben dies bestätigt.
Die größte noch läutende Stahlglocke dieser Gießepoche befindet sich in der Lucas-Kirche in Dresden. Sie wiegt ca. 5 Tonnen. Ihr unterer Durchmesser beträgt 2200 mm. Noch größer ist die Stahlglocke in der Elisabethkirche in Breslau. Sie wiegt ca. 6 Tonnen und hat den Ton a °. Sie hat den 2. Weltkrieg und auch den Brand des Turmes in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts überstanden.
In den 30er Jahren wurden, nachdem das Lauchhammerwerk vom Flick-Konzern übernommen worden war, noch einmal einige Glocken in dessen Auftrag in Gröditz gegossen. Die größte Glocke ist etwa ebensogross wie die Dresdener Glocke und hat wie diese den Ton b. Sie läutet in Laubusch bei Hoyerswerda